Am 6. Mai wurde die Saison 2012 des Erlebnisbahnhofes Naturns am alten Bahnhof Schnalstal...
Zur Geschichte und Entstehung
Der alte Bahnhof am Eingang des Schnalstales hat eine bedeutende Historie: die Gebäude, die mit fernöstlichen Holzschnitzereien verziert sind, könnten so manche Geschichte erzählen.
In der K. und K. – Zeit war der Zugbahnhof in der heutigen Naturnser Fraktion Staben eine der ersten Adressen für alle die Rang und Namen hatten – so mancher Monarch startete von hier aus seinen Erholungsurlaub ins Schnalstal oder an einen anderen reizvollen Ort im Vinschgau. Nach den Weltkriegen sind die noblen Tage aber in Vergessenheit geraten, die Vinschger Bahn verlor an Bedeutung bis sie schließlich im Jahr 1989 komplett aufgelassen wurde. Mit diesem Schritt verlor der Bahnhof „Schnalstahl“ seine Funktion und schlummerte von da an 16 Jahre lang in einem Dornröschenschlaf. Erst mit der Sanierung der Bahnlinie wurde der einstigen Prunkstation wieder mehr Beachtung geschenkt. Obwohl die neue Haltestelle in das Zentrum der kleinen Ortschaft Staben verlegt wurde, sollte der Bahnhof neue Bedeutung erhalten und an der wunderbaren Zugstrecke durch den Vinschgau wieder zu einer besonderen Attraktion werden. Nach langer Konzeptarbeit und Ideensammlung in ganz Europa entschied sich die Gemeindeverwaltung im Jahr 2004 schließlich dazu, aus dem großzügigen Areal den ersten Jugend- und Erlebnisbahnhof Südtirols zu machen.
Fast zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Vinschger Bahn am 05.05.2005 konnte dann auch der Jugend- und Erlebnisbahnhof seine Tore öffnen. Die neue Anlage ist landschaftlich herrlich zwischen Berge und Obstplantagen eingebettet. Die massive Felswand am Eingang ins Schnalstal lässt eine beeindruckende natürliche Kulisse entstehen, an deren westlichen Talseite das Schloss Juval, die Wahlheimat des Extrembergsteigers Reinhold Messner, in den Himmel ragt. Wie kaum an einem anderen Ort verschwimmen hier Raum und Zeit in einer seltenen Vereinigung mit den Naturschauspielen, die den unteren Vinschgau so auszeichnen: von der Apfelblüte im Frühjahr bis zur Weinernte im Herbst, von der mittelalterlichen Burg zu einem modernen Regionalzug Europas, vom dicht bewachsenen Etschufer bis zum kahlen Sonnenberg – alles das hat der Bahnhof in Sichtweite.






