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Gelungene Geburtstagsfeier: 80. Geburtstag des Präsidenten Walter Weiss und 15 Jahre Erlebnisbahnhof "Schnalsthal"
Wegen der besonderen Umstände, den Covid-Sicherheitsmaßnahmen, fand die Feier im privaten Rahmen im Freien, auf dem Gelände des Erlebnisbahnhofes in Staben statt. Das Wetter spielte mit und so konnte die Feier wie geplant gestaltet werden. Der Ort erwies sich als sehr würdevoller Rahmen und das Wetter spielte mit.
Präsident Walter Weiss, der Jubilar, der zur Feier eingeladen hatte, bestieg vor dem bereitgestellten Gartenbahnzug mit Dampflok einen Pflock und richtete von dort aus gewissermaßen von höherer Warte aus seine Worte an die Festgesellschaft.
Gekommen waren sie zahlreich, darunter Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder, Alt-Landesrat Richard Theiner, der Bürgermeister von Naturns Andreas Heidegger, dessen Stellvertreter Helmut Müller, die Freiwilligen Mitarbeiter am Erlebnisbahnhof, Mitglieder des Vereinsvorstandes, seine Frau und seine Kinder und eine Reihe von engeren Freunden.
Er blicke auf ein sehr erfülltes Leben zurück, so Walter Weiss, und er danke all jenen, die seine Vorhaben mitgefördert und unterstützt haben. Besonderer Dank gebühre aus gegebenem Anlass vor allen jenen, die an der Realisierung des Erlebnisbahnhofes Anteil hatten und vor allem den vielen Freiwilligen, die den Betrieb am Laufen halten. Der Erlebnisbahnhof sei auch nach 15 Jahren noch eine Attraktion. Nach den Corona-bedingten Verzögerungen sei der Erlebnisbahnhof jetzt wieder wie gewohnt an Sonntagen geöffnet und werde schon wieder gut frequentiert. Präsident Walter Weiss dankte auch seiner Frau, die ihn immer unterstützt und "den Rücken freigehalten" habe. Nur so habe er sich seinen vielen Anliegen mit vollem Engagement widmen können. Alles in allem sei er sehr glücklich über das Erreichte, er habe im Leben so viel auch geschenkt bekommen und blicke in Dankbarkeit zurück. Präsident Weiss ließ schließlich auch durchblicken, dass man sich um seine Nachfolge als Präsident des Vereins Freunde der Eisenbahn Gedanken machen solle.
Danach griff Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder das Wort und würdigte auführlich den Jubilar. Er erwähnte die vielen Stationen in dessen Leben und vor allem seine Leistungen als Lehrer, Direktor, Bürgermeister und Politiker. Besonderes Verdienst habe sich Walter Weiss natürlich bei seinem Kampf um die Reaktivierung der Vinschger Bahn erworben. Ursprünglich sei er gar nicht so sehr davon überzeugt gewesen, doch habe Walter Weiss, nachdem er die Chancen der Wiederinbetriebnahme erkannt habe, habe dann aber mit ungeheurem Einsatz und hartnäckiger Lobbyarbeit für die Wiederinbetriebnahme der Bahn geworben und all die Skeptiker schlussendlich überzeugt. Heute sei die Bahn ein Erfolgsmodell und werde nun durch die Elektrifizierung und Erhöhung der Frequenz weiter aufgewertet. Wenn Walter Weiss bei seinen Vorhaben immer sehr erfolgreich gewesen sei, so habe er doch immer wieder Niederlagen einstecken müssen, bei den Watttournieren gegen ihn nämlich, so etwas verschmitzt der Alt-Landeshauptmann.
Der derzeitige Bürgermeister von Naturns, Andreas Heidegger erwähnte, dass seine erste Amtshandlung vor 15 Jahren eine Ansprache bei der Eröffnung des Erlebnisbahnhofes gewesen sei, - und nun schließe sich der Kreis, denn diese kurze Ansprache könne auch seine letzte Amtshandlung sein, sein Mandat gehe demnächst zu Ende. Er betonte den Einsatz der Gemeinde Naturns für den Erlebnisbahnhof, vor allem in finanzieller Hinsicht. Er habe sich jedenfalls gelohnt, denn es ist eine Attraktion entstanden, ein Anziehungspunkt für viele Familien und Interessierte. Natürlich ist der Erlebnisbahnhof eng mit dem Wirken von Walter Weiss verbunden, dem er für sein Engagement dankte. Er wünsche dem Erlebnisbahnhof und natürlich dem Jubilar viele weitere erfolgreiche Jahre.
Den Vizebürgermeister Helmut Müller ist dem Erlebnisbahnhof auf besondere Weise verbunden. Er gab einen Einblick, wie alles angefangen hat, am Erlebnisbahnhof, der 2005 zum 65. Geburtstag von Walter Weiss eröffnet worden ist. Er habe seinerzeit aus Überzeugung wesentlich zur Entstehung des Erlebnisbahnhofes beigetragen, indem er durch seine Baufirma Planierungs- und Aufräumarbeiten durchführen ließ, ohne sie zu verrechnen. Es freue ihn, dass diese Investition sich gelohnt habe, denn der Erlebnisbahnhof erfreue noch immer viele Kinder und Familien.
Vizepräsident und Vorstandsmitglied Arthur Scheidle würdigte in seiner Ansprache vor allem die Leistungen des Jubilars als Präsident des Vereins. In zahlreichen Treffen mit den verantwortlichen Politikern und z.B. in Form von "runden Tischen" in den Bezirken werde seit Jahren erfolgreich für die Bahn als wesentlicher Faktor für die notwendige Verkehrswende und als Rückgrat für den öffentlichen Verkehr in Südtirol geworben. Es habe viele erfolgreiche weitere Inititativen gegeben, erwähnt sei stellvertretend die Aktion "Bahnhof des Jahres", bei der gelungene Bahnhofsrevitalisierungen prämiert werden. Dadurch sei ein Anreiz für die Gemeinden entstanden, sich verstärkt um die Revitalisierung der Bahnhöfe in ihrem Bereich zu kümmern.
Im Rahmen dieser Feier wurde am Hauptgebäude des Bahnhofes Schnalsthal (nun Bahnhof Staben) eine Tafel angebracht, die an die glorreiche Zeit des Bahnhofes in der österreichischen Monarchie erinnert. So habe es Sonderzüge zu Kaffeefahrten aus Meran gegeben und Kaiser Karl habe 2016 mit seinem Salonzug in Schnalsthal Station gemacht, als er die Dolomitenfront besuchte. Die nun stattliche Baumreihe vor dem Bahnhof sei anlässlich des 60. Dienstjubiläumes von Kaiser Franz Josef gepflanzt worden. Eine wichtige Rolle habe auch die Pension Schnalsthal direkt am Bahnhof gespielt.
Es folgte nun der gesellige Teil. Fleißige Helferinnen wie Ingrid Vent, Erika Weiss und Ivone Stimpfl hatten ein köstliches Buffet vorbereitet, bei dem die Corona-Sicherheitsauflagen beachtet wurden.
Das Abbild der "Jahrhundert-Bahnhof-Tafel" zierte auch die Geburtstagstorte, die der Jubilar dann anschnitt.
Ein wahrlich schöner Ausklang an einem lauen Sommerabend an festlich geschmückten Tischen im Freigelände am Erlebnisbahnhof Schnalsthal, im etwas außergewöhnlichen Corona-Jahr.




