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Walter Weiss macht Ybbstalern Mut
Im Bild: Kurt Vesely, Ing. Hans Kirchmayr, Dipl. Ing. Dr. Franz Fischler, Dr. Ewald Galle, Dr. Walter Weiss, Dipl. Ing. Dr. Harald Frey. Foto Ybbstalbahn Entwicklungs Gemeinschaft.
Rund 250 (einheimische) Zuhörer fanden sich kürzlich beim Bruckwirt in Opponitz ein, um an der von der Ybbstalbahn-Entwicklungsgemeinschaft organisierten Podiumsdiskussion "Zu(g)kunft Ybbstal" teilzunehmen. Wer in der Vergangenheit behauptete, das Thema Ybbstalbahn interessiere doch nach 2 bahnfreien Jahren im oberen Ybbstal niemanden mehr, wurde eines Besseren belehrt.
Unter der souveränen Moderation von Kurt Vesely, ehemaliger Journalist des ORF Landesstudio NÖ, unterstrich Dr. Ewald Galle vom Lebensministerium in seinem Einführungsvortrag die Bedeutung des umweltschonenden Öffentlichen Verkehrs unter dem Aspekt der Alpenschutzkonvention.
Altbürgermeister Dr. Walter Weiss aus Naturns (Südtirol) berichtete vom langen Kampf um die Vinschgaubahn, die heute als eines der Vorzeigeobjekte für die Revitalisierung von Regionalbahnen im Alpenraum gilt. Dr. Harald Frey (TU Wien) konnte dieses Musterbeispiel durch wissenschaftliche Fakten untermauern und weitere Beispiele aus dem In- und Ausland präsentieren. Ing. Hans Kirchmayr (ehemals Wirtschaftskammerobmann) unterstrich die Bedeutung der Ybbstalbahn als Alleinstellungsmerkmal für die Region und rief zu einem Miteinander über alle ideologischen und parteipolitischen Grenzen hinweg auf. Dr. Franz Fischler, ehem. EU-Kommissar und langjähriger Landwirtschaftsminister Österreichs, ermutigte die Bevölkerung: Kämpft um eure Bahn, sendet deutliche Signale für die Bahn an die Politik Niederösterreichs!. Er wies auch ausdrücklich auf die Möglichkeit von EU-Fördermitteln für derartige Projekte hin.
Einig waren sich alle Diskutanten auch darin, dass in einer wirtschaftlich wie ökologisch so sensiblen Zeit auf eine Bahn wie die Ybbstalbahn nicht leichtfertig verzichtet werden darf. Vielmehr gelte es, die Zukunftschancen, die sich durch eine Verknüpfung von Bahn und Rad mit den regionalen Sehenswürdigkeiten und der einmaligen Naturlandschaft ergeben, raschest zu nützen.
Es gelte auch, die alten ÖBB-Zeiten hinter sich zu lassen und anhand der unterschiedlichen Vorbilder aus nah und fern ein optimal auf die Region abgestimmtes Tourismuskonzept mit der Ybbstalbahn zu entwerfen, ganz nach dem Motto: "Wir sind nicht der Pinzgau / der Vinschgau / ..., aber auch wir haben unseren Gästen viel zu bieten!"
In diesem Sinne sollte es in unmittelbarer Zukunft möglich sein, dass sich alle Verantwortlichen gemeinsam mit den freiwillig tätigen Organisationen zusammensetzen und über Partei- und Ideologiegrenzen hinweg für eine tragfähige Lösung "Ybbstalbahn und Radweg" im Interesse der Zukunft dieses Tales kämpfen (Pressemeldung Ybbstalbahn Entwicklungs Gemeinschaft, 14.09.11).




