Mitgliederversammlung 2014

vorne sitzend: Dr. Franzika Mair(Schriftführerin), Dr. Walter Pardatscher (Vorstandsmitglied) von links nach rechts: Dr. Passler (Vizepräsident), Dr. Arthur Scheidle (Vorstandsmitglied), Dr. Walter Weiss (Präsident), Dr. Luis Durnwalder (Alt-Landeshauptmann), Dr. Zeno Christanell (Vorstandsmitglied), Andreas Heidegger (Bürgermeister von Naturns), Dr. Paul Stopper (Verkehrsexperte Schweiz)
31.01.2014

Am 23. Jänner konnte Präsident eine Reihe von Ehrengästen und Mitgliedern, insgesamt 217 Personen zur 13. Jahresvollversammlung des Vereins "Freunde der Eisenbahn" begrüßen.

Unter den Ehrengästen Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder, Landesrat und Landeshauptmannstellvertreter Richard Theiner, STA-Generaldirektor Joachim Dejaco, den Leiter der Vinschgaubahn, Marco Stabile und viele Bürgermeister und Gemeinde-ausschussmitglieder, Gäste aus der Schweiz sowie Vertrerter der Presse

Präsident Walter Weiss verwies in seinem Tätigkeitsbericht (siehe Anlage) auf die zahlreichen Initiativen des Jahres 2013. Der Mitgliederstand ist nun bei 1.083. Der Verein hat auch gut gewirtschaftet und ist mit seinen Finanzen im Plus. Er dankte auch dem ehemaligen Landesrat für Mobilität, Dr. Widmann, für seinen Einsatz während seiner Amtsperiode.

Luis Durnwalder dankte dem Präsidenten für seine Arbeit und gab einen Überblick über die in den vergangenen Jahren erfolgten Maßnahmen auf dem Bahnsektor.

Der Direktor der Abteilung Mobilität in der Südtiroler Landesverwaltung, Dr. Günther Burger gab einen Ausblick über die Vorhaben der nächsten Jahre, welche das Netz beträchtlich stärken würden: Riggertalschleife (zur Verkürzung der Fahrt vom Pustertal nach Brixen), Elektrifizierung und Beschleunigung der Vinschgaubahn, Übernahme und Ausbau der Bahnlinie von Bozen nach Meran. Ein wichtiges Ziel sei auch die Verbesserung der Kundeninformation und des Beschwerdemanagements. Besonders stolz sei man auf das System Südtirol-Pass, für das sich viele andere Regionen interessieren. Die gesamte Präsentation finden sie unten zum Download.

Hans-Peter Leu von den Schweizer Bundesbahnen berichtete von Pressefahrten mit Reiseexperten in Südtirol.

Alle warteten gespannt auf die Aufführungen von Vorstandsmitglied Dr. Arthur Scheidle zum Thema "2. Wettbewerb: Bahnhof des Jahres". Er sprach zunächst vom Zustand der Bahnhöfe, die einen sehr unterschiedlichen Standard haben, je nachdem wie stark sich die Gemeinden darum kümmern. Schließlich verkündete er den diesjährigen Sieger, nämlich die burggräfler Gemeinde Marling mit dem Bahnhof an der Vinschgaulinie. Als Leiter der Jury begründete Scheidle die Preisvergabe: Die Gemeinde kümmere sich vorbildlich um den Bahnhof, sie sorge für Sauberkeit, gute Information, stelle einen gepflegten Parkplatz zur Verfügung und habe den Bahnhof gut in die Gemeinde eingebunden, sei es durch gute Busverbindungen als auch durch Einbezug in das Wanderwegenetz. Der Bürgermeister von Marling, Dr. Luis Innhofer und der gesamte Gemeindevorstand von Marling nahmen diese Ehrung entgegen und langer Applaus folgte. Am 3. Mai wird im Rahmen eines Bahnhofsfestes in das Schild "Bahnhof des Jahres 2014" offizielll übergeben werden.

Präsident Walter Weiss gab eine Vorschau auf 2014: Treffen mit Politikern und Entscheidungsträgern, "runde Tische" im Pustertal und Etschtal, den Erlebnisbahnhof in Schnalsthal, Bahnreisen mit dem Glacier-Express, in Nordindien und ins Pustertal - und eine weitere Auflage des Wettbewerbs "Bahnhof des Jahres".

In der Diskussion wurde aufgeworfen:

  • Bei der geplanten Elektrifizierung der Vinschgaubahn soll eine landschaftsschonende Variante gewählt werden
  • In den Fahrplänen sollen die Verbindungen nach Landeck (und Zernez) auch mit angeführt werden
  • Die neue Gemeindeverwaltung in Latsch soll sich um das verfallende Hauptgebäufe im Bahnhof Latsch kümmern

Mit einem Umtrunk und einem gemütlichen Zusammensein klang der Abend aus.

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